Waaghausticker

Thomas Meyer will es wissen:

Der neue höchste St.Galler Thomas Meyer (CVP) lässt wirklich nichts anbrennen und beruft das Parlament auch dann ein, wenn es lediglich 3 (in Worten: drei…!) Traktanden zu behandeln gilt. Aufgrund der gestrigen Tagesordnung war es absehbar, dass höchstens eines der Geschäfte allenfalls zu Diskussionen führen könnte. Die beiden andern Geschäfte waren pro forma abzuhandeln. Böse Zungen behaupten, der Präsident habe den Termin nur deshalb nicht fallen lassen, weil das Schweizer Fernsehen SRF aufmarschiert war, um über die ausserordentlich hohe Fluktuation unserer Parlamentsmitglieder zu berichten. Bekanntlich halten es gewisse Parlamentarier (das gilt nicht für die FDP) nur gerade einige Monate aus, bevor sie ihre Sessel im Rat wieder räumen. Ein solch eklatanter Mangel an Sitzleder ist – sieht man von persönlichen Schicksalsschlägen einmal ab – kaum zu begründen.

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Neues Jahr – neues (Un-)glück:

2015 hat für uns alle hoffentlich gut begonnen. Nicht so in Paris. „Je suis Charlie“ ist in aller Munde. Der Slogan symbolisiert die Reaktion auf eine unfassbar brutale und sinnlose Tat. So sonnig und unbeschwert unser Leben im friedlichen St.Gallen auch sein mag, betroffen macht das Massaker auch uns. Der Akt der Barbarei hat seinen Schatten gestern bis ans Waaghaus geworfen: Die abtretende höchste St.Gallerin, Marie-Theres Thomann-Seiz, hat das festlich gestimmte Parlament und die Tribüne gleich zu Beginn der ersten Sitzung des Jahres 2015 zu einer Schweigeminute aufgefordert. Diese Geste gilt allen Opfern des weltweiten Terrors. Das Parlament hat für einmal geschwiegen. Eindrücklich.

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Last but not least:

Da soll noch einer sagen, Politiker seien ihr Geld nicht wert! An der letzten Sitzung des Jahres hat das Stadtparlament wieder einmal bewiesen, was das Polithandwerk bedeutet –  bis um 22.17 Uhr haben wir um das Budget für 2015 gerungen. Und ringen ist hier wohl das richtige Wort!

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Halloween-Nachwehen:

Ende Oktober tummelten sich zu Halloween allerlei Geister und sonstige Gestalten auch in unserer Stadt. Warum ich das erwähne? Nun, am gestrigen Dienstag war der Schreibende im Stadtparlament jedenfalls nicht anwesend, wie jederman(n) und jedefrau unschwer erkennen konnte. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – erreichen Sie diese Zeilen. Weiss der Himmel, wie das geschehen kann… Ob hier Geister im Spiel sind?

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Zurücktretender Daniel

Die Oktobersitzung des Stadtparlaments begann so, wie es in dieser Legislatur schon beinahe schon Routine geworden ist: mit einem Rücktritt. Gestern nahm der BDP-Vertreter Daniel Koster den Hut, dies nach gerade mal 22 Monaten im Rat. Nun, über das dünne Sitzleder der Parlamentarier hat sich auch das „St.Galler Tagblatt“ schon mehrfach negativ geäussert. Es gibt ehrenhafte und durchaus zu respektierende Gründe, weshalb jemand sein Amt schon nach kurzer Zeit wieder zur Verfügung stellt. Und es gibt die anderen. Wer kandidiert, der sollte sich bewusst sein, dass ein Amt auch mit Arbeit verbunden ist. Gleichzeitig geht von einem Mandat eine besondere Faszination aus, die Einen packen kann. Ich meine, dass die Wählerschaft zu Recht darauf vertrauen darf, dass sich jene Personen, welche das Vertrauen bzw. die Stimme der Wählenden geniessen, sich auch über eine längere Zeitdauer für deren Anliegen einsetzen sollten. Alles andere ist Augenwischerei und letztlich unfair.

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