Eine Welt im Frischkäse: Mehr als nur Käse

Medienmitteilung der FDP Stadt St.Gallen

Christof Züger, Kantonsrat und CEO der Züger Gruppe AG, zu Gast am Morgenstamm

Vom Nebenprodukt der Schweinemast zum international tätigen Familienunternehmen: Christof Züger, CEO der Züger Gruppe AG und Kantonsrat, zeichnete am Morgenstamm der FDP Stadt St.Gallen den Weg eines Betriebs nach, der sich immer wieder neu erfinden musste. Agilität und Innovation, so sein Fazit, hätten den Familienbetrieb durch den Strukturwandel der Milchwirtschaft zum heutigen Erfolg getragen.

Zum Juni-Morgenstamm lud die FDP Stadt St.Gallen erneut in die DenkBar. Rund ein Dutzend Interessierte folgten den Ausführungen von Unternehmer und FDP-Kantonsrat Christof Züger unter dem Titel «Eine Welt im Frischkäse: Mehr als nur Käse». Schon sein Werdegang ist eine Geschichte der stetigen Weiterentwicklung: Auf die Käserlehre folgten die berufsbegleitende Matura, ein Studium der Lebensmitteltechnologie an der ETH Zürich sowie Auslandaufenthalte in Japan und Südamerika. Da sich die Stellensuche nach dem Studium aufgrund der angespannten Wirtschaftslage herausfordernd gestaltete, arbeitete Züger drei Jahre im Elsass, bevor er 1996 in den Familienbetrieb zurückkehrte.

Aus der Not entstanden

Das Unternehmen verdankt seine Existenz einem Problem: Der elterliche Schweinebetrieb hätte wegen staatlicher Vorgaben schrumpfen müssen. Eine Ausnahmegenehmigung erlaubte es, die Schweine mit Molke aus einer eigenen Frischkäseproduktion zu füttern. So entstand, inspiriert durch einen USA-Aufenthalts des Vaters, die Idee, Mozzarella herzustellen. Gemeinsam mit seinem Bruder Markus baute Christof Züger das Geschäft weiter auf; 1998 folgte die Gründung der Aktiengesellschaft. Von Beginn weg setzte das Unternehmen auf Innovation und Technologie, vom Bio-Mozzarella über Neukreationen bis zu laktosefreien, veganen, halal und koscheren Produkten. Parallel durchlief die Branche eine grosse Disruption: Das Ende der Milchkontingentierung und die Marktöffnung gegenüber Europa krempelten den Markt um. Die Familie Züger machte aus dem Druck einen Antrieb und investierte über Jahre jeden Ertrag zurück ins Unternehmen, bis zum letzten privaten Franken.

Vom Familienbetrieb zum Industrieunternehmen

Heute beschäftigt die Züger Gruppe rund 450 Mitarbeitende, verarbeitet 250 Millionen Kilogramm Milch zu 50'000 Tonnen Milchprodukten und setzt rund 400 Millionen Franken um. 40 Prozent des Käses gehen in den Export; bei Pizzamozzarella hält das Unternehmen in der Schweiz einen Marktanteil von 40 Prozent. Mit dem Neubau in Oberbüren verdoppelt die Züger Frischkäse AG 2025/2026 ihre Kapazität.

Immer ein bisschen besser werden

Auf Anreize statt Vorschriften setzt das Unternehmen bei seinen Milchlieferanten: Das Programm «Swiss Family Milk» belohnt über ein freiwilliges Punktesystem Schwerpunkte wie Familienbetrieb, Tierwohl und Ressourceneffizienz und schafft so einen Anreiz, sich laufend zu verbessern. Für Züger ist das der Motor der freien Marktwirtschaft: immer ein bisschen besser zu werden.

 

Der nächste Morgenstamm der FDP findet am 01. September um 09:30 Uhr wiederum in der DenkBar statt.